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Pferdezahnpflege allgemein
 

Herzlich willkommen auf meiner Homepage.

Ich freue mich, das Sie sich über die Pferdezahnpflege informieren wollen.

 

 

 

Eine Studie von 1943 hat ergeben, das nur etwa 7 % aller Pferde problemfrei an den Zähnen sind. Nun fragt man sich natürlich: "Wie kann das denn sein?"

Die Zähne unserer Pferde sind darauf ausgerichtet,  lange und harte Fasern (Gras, Heu, Stroh) zu zermahlen und sogar Äste, Laub und Disteln zu fressen.

Die Ur- und Wildpferde legten täglich viele Kilometer zurück um ihre Ernährung mit unterschiedlichen Futterstrukturen zu sichern. Durch die Nutzung als Reit- und Sportpferd, verbunden mit der daraus resultierenden Haltung in Ställen oder auf gut gedüngten, reichhaltigen Weiden bekommt das Pferd sein Futter in kompakter Form serviert. Zweimal bis dreimal am Tag wird der Tagesbedarf mundgerecht vorgelegt. Das rupfen, nagen und gründliche Kauen unterschiedlicher Futterstrukturen wird durch vorgelegtes Heu und Körnerfutter ersetzt.

Das Kraftfutter hat eine sehr kleine und vor allem kurze Struktur, so das der Kiefer der Pferdes nur sehr kurze Kauschläge machen muß um das Futter im Maul zwischen den Zähnen zu halten und zu zerkleinern. Somit  schränkt sich die Kieferbeweglichkeit immer mehr ein und die permanent nachwachsenden/ schiebenden Backenzähne bilden an den überstehenden Seiten scharfe Kanten und Haken. Gleichermaßen werden die Schneidezähne nicht entsprechend abgenagt, so das die Mahlfläche der Backenzähne durch die langen Schneidezähne oft nicht mehr genug Reibung bekommt. Durch den hohen Druck der Schneidezähne aufeinander werden diese schief und entwickeln Fehlstellungen.

 

Wie zeigen Pferde mögliche Zahnprobleme?

-  es nimmt ab obwohl die Futtermenge nicht verändert wurde
-  es kaut Wickel
-  Futter fällt beim kauen aus dem Maul
-  es frißt mäkelig oder schlingt das Futter hastig hinunter
-  bei der Kaubewegung ist kein oder nur sehr wenig seitliches verschieben (mahlen)
   erkennbar

-  Schlundverstopfung oder Verstopfungskoliken
-  übermäßiger Speichelfluss
-  Mundgeruch
-  größere Futterreste im Kot (unzerkleinerte Körner oder gut erkennbare Heustruktur)
-  Widersetzlichkeiten beim reiten wie z.B. Kopfschlagen, Steigen, es läßt sich ungern
   biegen und stellen oder es wehrt sich gegen das Gebiss
 

Ein im wahrsten Sinne des Wortes "entschärftes" Gebiss macht nicht nur ein zufriedeneres Pferd bei der Arbeit sondern sorgt auch dafür, das das Pferd sein Futter besser verwerten kann.